PRIVACYSHIELD DESKTOP · v1.1.5

Lokales Programm,
100% offline

Dokumente anonymisieren ohne jede Netzverbindung. Keine Cloud, kein Tracking, keine Installation im klassischen Sinne — das Programm läuft direkt aus dem Arbeitsspeicher.

Alle Plattformen · Weitere Formate auf GitHub Releases ↗

SICHERHEITSWARNUNG

Warum erscheint eine Warnung?

macOS und Windows zeigen beim ersten Start einer unsignierten Anwendung eine Sicherheitswarnung. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern ein standardisierter Schutzmechanismus — kein Zeichen für Schadsoftware.

Open Source — vollständig nachvollziehbar

PrivacyShield ist ein Open-Source-Projekt. Der vollständige Quellcode liegt öffentlich auf GitHub — jeder kann ihn einsehen, selbst kompilieren oder zur Weiterentwicklung beitragen. Maximale Transparenz ist unser Anspruch.

Bewusster Verzicht auf Code-Signing

Die Warnung erscheint, weil die Anwendung nicht mit einem kostenpflichtigen Zertifikat signiert ist — Apple Developer kostet ~100 €/Jahr, Microsoft Authenticode ~200 €/Jahr. Als kostenloses Open-Source-Projekt haben wir uns bewusst dagegen entschieden. Funktionalität und Sicherheit sind davon nicht betroffen.

Standardverhalten — kein Malware-Indikator

Diese Sicherheitswarnung ist ein standardisierter Schutzmechanismus der Betriebssysteme, keine Malware-Erkennung. Apple und Microsoft zeigen sie bei jeder Anwendung, die nicht über ihre Entwicklerprogramme zertifiziert wurde. Das betrifft den Großteil aller freien und quelloffenen Software.

ANLEITUNG

Warnung umgehen

Je nach Betriebssystem unterscheidet sich das Vorgehen leicht.

macOS
1

ZIP entpacken

Die heruntergeladene .zip-Datei per Doppelklick entpacken.

2

Rechtsklick auf die App

In Finder die PrivacyShield.app mit der rechten Maustaste anklicken (oder Control+Klick).

3

"Öffnen" wählen

Im Kontextmenü "Öffnen" wählen. Es erscheint ein Dialog mit einer Option "Öffnen" — darauf klicken.

4

Nur einmal nötig

Beim nächsten Start kann die App normal per Doppelklick geöffnet werden. macOS merkt sich die Freigabe.

Alternativ: Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit öffnen. Dort erscheint nach dem ersten Versuch ein "Trotzdem öffnen"-Button.

Windows
1

Installer ausführen

Die PrivacyShield-Setup-1.1.0.exe herunterladen und starten.

2

SmartScreen-Dialog

Windows zeigt: "Windows hat Ihren PC geschützt". Das ist der SmartScreen-Filter für nicht signierte Programme.

3

"Weitere Informationen" klicken

Den kleinen Link "Weitere Informationen" anklicken. Dadurch wird der Button "Trotzdem ausführen" sichtbar.

4

"Trotzdem ausführen"

Auf "Trotzdem ausführen" klicken. Der Installer startet danach ganz normal.

Windows Defender-Scan: Der Installer wird beim Download automatisch gescannt. Grünes Licht vom Defender = keine Schadsoftware erkannt.

Linux
1

AppImage herunterladen

Die .AppImage-Datei herunterladen. Kein Entpacken nötig.

2

Ausführbar machen

Im Terminal:

chmod +x PrivacyShield-1.1.0.AppImage
3

Starten

Doppelklick auf die AppImage-Datei oder:

./PrivacyShield-1.1.0.AppImage

Alternativ: .deb-Paket für Debian/Ubuntu verfügbar auf GitHub Releases ↗.

ALTERNATIVE

Lieber im Browser?

Falls du dich mit der Sicherheitswarnung unwohl fühlst, nutze einfach die Online-Version von PrivacyShield. Beide Versionen arbeiten identisch — 100% im Browser, kein Server, keine Datenweitergabe.

HINTERGRUND

Tools im Arbeitsspeicher

Warum ein Programm, das "nichts installiert", trotzdem funktioniert — und warum das besonders sicher ist.

Das Prinzip RAM-only

Traditionelle Software schreibt Dateien, Einstellungen und Zwischenergebnisse auf die Festplatte. PrivacyShield Desktop funktioniert anders: Das gesamte Programm — inklusive der verarbeiteten Dokumente — lebt ausschließlich im Arbeitsspeicher (RAM).

Das bedeutet: Sobald du das Programm schließt, sind alle Daten unwiderruflich weg. Kein temporäres Verzeichnis, kein Log, kein Cache. Der Arbeitsspeicher wird vom Betriebssystem beim Schließen sofort freigegeben und überschrieben.

Tails OS — das konsequente Beispiel

Das bekannteste Beispiel für RAM-only-Computing ist Tails OS, das Betriebssystem, das Edward Snowden und Journalisten weltweit für sichere Kommunikation nutzen. Tails bootet von einem USB-Stick in den RAM und hinterlässt nach dem Herunterfahren keinerlei Spuren auf dem Computer.

PrivacyShield Desktop übernimmt dieses Prinzip für einen spezifischen Anwendungsfall: das sichere Anonymisieren sensibler Dokumente, bevor sie an KI-Systeme weitergegeben werden.

Electron als Laufzeitumgebung

PrivacyShield Desktop ist mit Electron gebaut — demselben Framework, das auch VS Code, Slack und Figma verwenden. Electron bündelt Chromium (die Engine hinter Chrome) und Node.js in einem einzigen Paket.

Das erklärt, warum das Programm etwas größer ist als erwartet: Es trägt seine eigene Browser-Laufzeitumgebung mit sich. Der Vorteil: Es funktioniert identisch auf Windows, macOS und Linux — ohne Anpassungen je Plattform.

Warum keine klassische Installation?

PrivacyShield verarbeitet sensible Dokumente: Verträge, HR-Unterlagen, Gesundheitsdaten. Eine klassische Installation würde bedeuten, dass das Programm Einstellungen, zuletzt geöffnete Dateien oder Logs auf der Festplatte speichert — ein unnötiges Risiko.

Im RAM-Modus gilt: Was nicht gespeichert wird, kann auch nicht verloren gehen, gestohlen werden oder versehentlich in einer Cloud-Synchronisation landen. Jede Sitzung beginnt neu — ohne Vergangenheit.